ArchitekturAtelier AG
Sechs Bauten in Liechtenstein und Buchs: Hilti Kita in Schaan, 7-Ebenen-Haus in Eschen, Überbauung Ebaholz, Villa Wirbelwind, Verwaltung Vaduz, Hanghaus Buchs.

















Projekt
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Die Bedeutung der Kinderbetreuung und der Bedarf an adäquaten Betreuungsplätzen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Um den Massstabssprung von der bestehenden Bebauung zur neuen Kindertagesstätte aufzunehmen, entstand die Idee eines von Bäumen umgebenen Kinderpavillons. Ein Pavillon, der durch seine klare Formensprache mit dem notwendigen Aussenraum - gestaltet als Park - eigenständig neben möglichen umliegenden Industriebauten bestehen kann. Da eine direkte Besonnung für die Nutzung der Innen- und Aussenräume nicht geeignet ist, orientiert sich das Gebäude bewusst mit seiner Hauptfassade zum Riet, also nach Nordwesten. Der Spielbereich auf der Wiese wird durch Baumpflanzungen ausreichend beschattet. Hier bietet sich bereits ein erster Blick in den Park. Der angrenzende "Sauberbereich" des Gebäudes gliedert sich in Haupträume, die zur Aussicht hin angeordnet sind, und Nebenräume, die die Rückseite des Gebäudes bilden. Ein breiter Flur verbindet diese Bereiche und kann aufgrund seiner Grösse auch als Aufenthaltsbereich genutzt werden. Der Aussenspielbereich kann frei gestaltet werden. Es soll ein Ort entstehen, an dem sich die Kinder wohlfühlen und entfalten können.
Am Südhang des Eschnerbergs steht das neu errichtete Wohnhaus. Der Baukörper orientiert sich klar nach Süden ins obere Rheintal mit Blick auf Schaan. Das Drei-Schwestern-Massiv im Osten und die Schweizer Bergkette mit Alvier und Gonzen im Westen rahmen die Aussicht ein. Das Einfamilienhaus ist als "Double-Split" konzipiert und gliedert sich in 7 leicht gegeneinander versetzte Ebenen. Alle Ebenen sind über wenige Stufen miteinander verbunden und bilden so ein sich nach oben öffnendes Raumkontinuum. Dadurch ist es möglich, das Haus trotz der Hanglage an vier verschiedenen Stellen mit dem umliegenden Gelände zu verbinden. Auf der untersten Ebene gliedern sich die Kinderzimmer in diese offene Raumfolge ein. Die dunkle Fassade nimmt sich im Panorama des Eschnerbergs an der Schnittstelle zwischen Siedlungsstruktur und Naturraum möglichst zurück.
Überbauung «Ebaholz», Schaan
Villa Wirbelwind, Vaduz
Das ehemalige Wohnhaus an der Äulestrasse befand sich vor der Sanierung in einem nicht mehr zeitgemässen und vermietbaren Zustand. Durch die gute Erreichbarkeit mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln und die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe vieler Banken des Liechtensteinischen Bankenverbandes ist die Liegenschaft ideal für die Nutzung als Kinderkrippe des Liechtensteinischen Bankenverbandes. Der zur Äulestrasse orientierte Gebäudeteil aus dem Jahr 1896 weist die typische Abfolge von kleinen Räumen auf. Im westlichen Gebäudeteil sind die Gruppenräume untergebracht. Das Dachgeschoss wird zu einem Bewegungsraum ausgebaut und kann als dritter Gruppenraum genutzt werden. Auch der verloren gegangene Estrich im Altbau wurde wieder zugänglich gemacht und soll den Kindern als Malatelier oder Spielecke dienen. In den kleineren Räumen des Altbaus wurde der alte Fischgrätparkett aufgearbeitet und wo nötig mit neuem Parkett ergänzt. Um den Charakter und das äussere Erscheinungsbild zur Äulestrasse hin zu erhalten, wurde der Altbau an den Fassaden mit dem sichtbaren Fachwerk im Inneren gedämmt. Auf der Rückseite des Gebäudes entstand ein kleiner, aber abwechslungsreicher Kinderspielplatz. Angesichts der Qualitäten, die in einem so alten Gebäude stecken, und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wurden die Hürden eines Umbaus gerne in Kauf genommen.
Verwaltungsgebäude, Vaduz
Das Gebiet entlang der Wuhrstrasse ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat eine bedeutsame Aufwertung erfahren. In unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss wurde mit der Bauverwaltung der Gemeinde Vaduz und der Integration des Liechtensteinischen Roten Kreuzes der nächste Schritt in eine positive Zukunft gesetzt. Der Entwurf wird massgebend von den drei unterschiedlichen Nutzungen – Bauverwaltung, Werkbetrieb und Liechtensteinisches Rotes Kreuz – bestimmt und schichtet sich horizontal in drei Raumgruppen übereinander. Zuoberst die allgemeinen Verwaltungsräumlichkeiten. Sie sind das schützende Dach des darunterliegenden überhohen Werkbetriebs. Ebenso im Erdgeschoss auf Höhe der Wuhrstrasse befinden sich die Einsatzfahrzeuge des LRK. Alle drei Nutzungsbereiche funktionieren autonom und sind über die zwei zentralen Treppenhäuser über alle Geschosse gut erschlossen. Drei Lichthöfe im Inneren des Gebäudes sorgen für eine optimale und abwechslungsreiche Belichtung der Räume. Jeder Hof ist unterschiedlich gestaltet und der Lage entsprechend ausformuliert. Die kompakte Bauweise und die gezielte Zusammenfassung und Anordnung von beheizten, niedrig temperierten sowie unbeheizten Temperaturzonen im Gebäude tragen wesentlich zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.
Das Hanghaus, Buchs
An der Ostseite des Alviermassivs entstand in steiler Hanglage ein Einfamilienhaus in Sichtbetonbauweise. Das schmale, aber lange Grundstück an der steil abfallenden Wingerthalde verlangte eine räumliche Organisation auf verschiedenen, gegeneinander versetzten Ebenen, um sich auf unterschiedliche Weise mit dem Hang zu verbinden. Um der Lage gerecht zu werden und einen kleinen, aber hochwertigen Aussenraum zu schaffen, wurde ein dreiseitig geschlossener Innenhof in das Gebäude integriert. Das Gebäude wird im Westen von der Strasse erschlossen und entwickelt sich hangabwärts. Trotz des schmalen Grundrisses steht es selbstbewusst am Hang und gibt den Blick auf das Rheintal und das gegenüberliegende Drei-Schwestern-Massiv frei. Die architektonische Erscheinung des Gebäudes ist mit den gewählten Fassadenmaterialien Beton und Glas zurückhaltend und angemessen zugleich. Der aussenliegende Sonnenschutz aus feinen Stoffstoren und die umlaufende Auskragung nach Osten schützen die grossflächigen Verglasungen vor Überhitzung. Eine abgehängte Lamellendecke aus Holz, fugenlose Bodenbeläge in den Haupträumen und Holzböden in den Zimmern runden das Materialkonzept ab. Die Verwendung nachhaltiger Baustoffe wie Holz und Lehm trägt zu einer ökologischen und umweltfreundlichen Bauweise bei.
Nachhaltigkeit
- BestandserhaltVilla von 1896 zur Kinderkrippe umgebaut, Fachwerk innen gedämmt, Parkett aufgearbeitet
- EnergieVerwaltungsgebäude mit kompakter Bauweise und Temperaturzonen
- RessourcenHanghaus mit Holz und Lehm als nachhaltige Baustoffe
Material
- Beton
- Glas
- Holz
- Lehm
Credits
- Architektur
- ArchitekturAtelier AG
- Bauherr
- Gemeinde Vaduz
- Standort
- Schaan
- Im Archiv seit
- 2023
- Fotografie
- Marc Lins
- Website
- architektur-atelier.com ↗

